Die Insel von Taquile, Titicacasee: Der Bau von einem neuen Boot zum Transport von Touristen

Die Insel von Taquile am Titicacasee ist eine der wunderschönsten Orte, die Sie vielleicht auf einer Reise durch die Anden besuchen. Taquile ist nicht nur berühmt wegen seiner zauberhaften und ruhigen Landschaft. Stellen Sie sich einen Ort vor ohne Strassen (die Einheimischen gehen überall zu Fuss hin), ohne Polizei (es gibt auf der Insel keine Kriminalität), ohne Verkehrslärm, der Sie nachts wach halten könnte… ein Ort wo die Menschen sich noch immer auf das Netzwerk der Grossfamilie und der Nachbarschaft verlassen, um ihre persönlichen und gemeinschaftlichen Projekte zu realisieren… Das ist Taquile! Die freundlichen Bewohner der Insel, Quecha-sprachige Hochlandindianer von Aymara Abkunft (sie sind nämlich ehemals von den Inkas kolonisiert worden) heissen seit Jahrzehnten Reisende in ihren bescheidenen Häusern willkommen. Sie haben ebenso die meisten Dienste für ihre Besucher mit Erfolg selbst geboten und dadurch Investitionsspekulanten wie Reiseveranstalter und Hoteliers der Aussenwelt abgewimmelt. Kein Aussenseiter darf auf der Insel ein Grundstück besitzen, jedes Stück Land gehört den Taquileños.

Wir möchten Ihnen gerne unsere Patenkinder Elias and Maria mit ihren Grossfamilien vorstellen. Sie leben eine kleine Strecke abseits des bewegten Zentrums der Insel, wo sich die meisten Besucher hinbewegen und dies bedeutet ein ernsthafter Nachteil für ihre Chancen sich durch den Tourismus ein Einkommen zu verschaffen (die meisten Besucher ziehen es vor sich in der Nähe des Hauptplatzes aufzuhalten).
Vor vielen Jahren wurden wir als Traupaten für das Paar erwählt, eine hohe Ehre, die bisher, soweit wir wissen, nur zweimal Aussenseitern, geschweige denn ‘Gringos’ (Ausländern) in der Geschichte der Insel zuteil wurde.

Elias and Maria haben zusammen mit ihren Familien jahrelang hart gearbeitet. Sie haben ihre Felder mit Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Mais, Quinoa, Oca und Saubohnen für ihren Eigenbedarf bestellt und wollene Textilien für den Verkauf an ihre Besucher hergestellt, ebenso haben sie den Besuchern ihre Dienste angeboten. Es ist ihr Traum auf der Insel ihrer Ahnen bleiben zu dürfen (viele Insulaner müssen andererorts Arbeit suchen, wie zum Beispiel an der Küste von Peru) und ihr traditionsgebundenes Leben fortzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen haben sie mit Hilfe der Grossfamilie und der Nachbarn ihr eigenes Boot für den Transport der Touristen gezimmert. Nun sparen sie alle gemeinsam für die Innenausstattung und den Motor des Bootes, sowie für die teure Genehmigung den Transport von Passagieren auf dem See zu legalisieren.

Eine Gruppe von besuchern aus Köln, Deutschland, mit der wir uns angefreundet hatten, organisierte vor Kurzem eine Wohltätigkeitsveranstaltung durch ein Gruppentreffen, wobei 250 Euros für die oben aufgeführten Unkosten gesammelt wurden. Wir danken der Gruppe von ganzem Herzen für ihre liebe Spende.

1) Für den Erwerb des Motors und der Innenausrüstung des Bootes spenden
2) Von der Grossfamilie Kunsthandwerk kaufen: bunte Strickhandschuhe, Mützen, handgewebte Cocataschen oder Freundschaftsbänder (all diese Artikel könnte man wiederum auf Wohltätigkeitsveranstaltungen verkaufen!).
3) die Familie auf der Insel besuchen und sie durch das Inanspruch nehmen ihrer Dienste unterstützen (als Reiseveranstalter in Peru arbeiten wir selbst seit vielen Jahren eng mit der Familie zusammen).
Gerne sind wir Ihnen bei diesen Schritten behilflich, falls Sie das Projekt unterstützen möchten. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, falls Sie spenden möchten oder Kunsthandwerk bestellen möchten: info@veggieperu.com

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